Geboren 1970 führte mich mein Weg durch ein buntes Leben zu dem Ort, an dem ich heute glücklich lebe und meiner erfüllenden Arbeit als Tierheilpraktikerin nachgehen darf.

Von 2001 bis 2008 führte ich in Recklinghausen den „Lichtblick“, einen Laden für lebensbejahende Produkte. Die dort stattgefundenen Gespräche mit Interessierten und Therapeuten aller Art sowie das Lesen von Fachliteratur und Besuchen diverser Seminare schufen in mir das Bewusstsein und die Leidenschaft für alternative Medizin in all ihren Facetten. Außerdem traf ich dort die Menschen, die für mein weiteres Leben wichtig sein sollten.

 

Durch einen dieser Menschen kam ich 2005 zu meinem ersten Vierbeiner. Meinem wunderbaren Kater Streuner, einem Fundtier aus dem Tierschutz.

Meine Tiere

Streuner hatte nur eine einzige Aufgabe in seinem Leben. Er sollte mich auf unwegsamen Wegen zum Ziel begleiten und dafür sorgen, dass nicht ein einziger Tag vergeht, an dem mein Herz nicht mit Liebe und Freude erfüllt ist und es nichts zu lachen gibt. Gleichzeitig sollte er mir zeigen, wie wichtig es ist, selbstbewusst und ohne Angst durch das Leben zu gehen und sich immer treu zu bleiben. Im Juni 2014 hatte mein geliebter Streuner seine Lebensaufgabe erfüllt. Nachdem wir uns im neuen Haus eingelebt hatten, wurde er überfahren. Ich bin unendlich dankbar für die 9 Jahre, in denen er bei mir war und fühle ihn noch immer an meiner Seite.

 

2006 begegnete ich beim ehrenamtlichen Hundeausführen im Tierheim einem schwarzen Schäferhund namens Basco. Außergewöhnlich, extrem gestresst, schwierig im Umgang, unvermittelbar. Doch wir hatten eine ganz besondere und tiefe Verbindung. Trotz meiner damals widrigen Lebensumstände und, obwohl Basco absolut kein Anfängerhund war, musste ich ihn mitnehmen, denn er wurde schwer krank und war nach drei Monaten nur noch ein Schatten seiner selbst. Zusammen mit Kater Streuner wurde er zu meinem Lebensinhalt. Meine Tiere und die Natur gaben mir die Kraft, große Herausforderungen zu meistern und nie den Mut zu verlieren.

Im März 2014 lernten mein heutiger Mann Andreas und ich im Tierheim eine verwahrloste und sichergestellte dt. Schäferhündin namens Chelly kennen. Ich dachte, das könnte die souveräne Hündin sein, die wir uns für Basco wünschten. Kurz nach unserem Umzug im April holten wir Chelly nach Hause. Ihre Eingewöhnungszeit wurde zur großen Aufgabe für uns, ebenso der Umgang mit all ihren körperlichen Schwachstellen. Sie war in einem jämmerlichen Zustand und es gab Momente, an denen ich an eine Erlösung dachte. Doch ich vertraute meinen Überzeugungen und so kann Chelly heute alleine durch gute Ernährung und naturheilkundliche Zusätze ein glückliches und größtenteils schmerzfreies Leben führen.

 

Meine eigenen Tiere sind für mich die Bestätigung, dass die Natur den Weg zur Hundegesundheit kennt.


 

Chelly ist am 4. Februar 2017 auf natürlichem Wege über die Regenbogenbrücke gegangen.

Sie hat uns täglich daran erinnert, im Hier und Jetzt zu leben, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und jeden einzelnen Augenblick zu genießen. DANKE, dass du so lange bei uns warst, liebe Zaubermaus.

 

Auch meinen über alles geliebten Basco musste ich am 3. März 2017 gehen lassen. Auf Blumen gebettet durfte er in meinen Armen einschlafen - nur vier Wochen nachdem seine Freundin Chelly vorausgegangen war. Er ist an ihrem Tod regelrecht zerbrochen. Basco hat mir noch einmal deutlich gemacht, wie sensibel unsere Seelen sind und wie sehr unser Körper von Seelenschmerz beeinflusst werden kann.

Ich vermisse ihn unendlich...in jeder Sekunde.

Dass die beiden jetzt wieder glücklich vereint sind, ist mein einziger Trost.

 

 

 

 

 

 

 

Am 22. Mai 2017 haben wir Max vom Tierschutzverein Marsberg übernommen und in unser Leben geholt. Nachdem Max im Alter von 4 Jahren von Kreta nach Deutschland kam, verbrachte er weitere 4 einsame Jahre in den Zwingern deutscher Tierpensionen, weil er aufgrund seiner Verhaltensweisen nicht gut vermittelbar war.

 

Max ist ein zauberhafter, gutmütiger Kerl mit ein paar liebenswerten Macken.

Herzlich willkommen MAX, 

schön, dass du da bist!

 

 

 

 

Das ist Max nach 1/2 Jahr. 

Er ist angekommen und fühlt sich wohl, mag sein Fressen und hat verstanden, dass die orthopädischen Matten dafür da sind, um sich darauf zu legen.

 

Wir lieben unseren verrückten MAX

 

MAX im Frühjahr 2018...

...und im Sommer 2018

 

Er liebt es, auf einen Liegestuhl zu springen.

Auch, wenn dieser bereits belegt ist...

Meine Ausbildung

Der Entscheidung, die Ausbildung zur Tierheilpraktikerin zu absolvieren ging der Herzenswunsch voraus, meine naturheilkundlichen Erfahrungen mit Tierbesitzern zu teilen und Tieren zu helfen, gesund zu bleiben oder zu werden.

Meine praxisbezogene Ausbildung machte ich von 2010 – 2012 in Münster an der Naturheilschule Prester. Der Abschluss der Ausbildung umfasste neben einer Facharbeit auch praktische, schriftliche und mündliche Prüfungen.


Anschließend arbeitete ich zunächst mit mobiler Praxis und machte ausschließlich Hausbesuche. Seit September 2014 kann ich meine Patienten auch in meinem Praxisraum empfangen und fachgerecht behandeln.

Der Beruf des Tierheilpraktikers ist niemals statisch. Erfahrungsaustausch und Zusatzausbildungen sind unerlässlich, um die Patienten stets fachgerecht und nach den neuesten Erkenntnissen optimal versorgen zu können.

Ich bin Mitglied im „Ältesten Verband der Tierheilpraktiker Deutschlands seit 1931 e. V.“. Der Verband unterstützt mich mit wichtigen Infos und regelmäßigen Fortbildungen. Neben der Teilnahme an weiteren Fachseminaren zu den Themen Ernährung, Kräuterheilkunde, Isopathie, Autonosodentherapie und Spagyrik habe ich folgende Zusatzausbildungen:

 

                    11/2013    Mykotherapie für Tiere bei der Gesellschaft für Vitalpilze in München

                                  02/2014   Dorn Therapie für Hunde bei Susanne Schmitt in Pulheim

                                  10/2016 - 09/2017 Ausbildung in Tierakupunktur bei der ABZ-Mitte in Offenbach

 

        

                   

 

 

 

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Dieses Gedicht habe ich am 04.12.2015 geschrieben.

Zur Erinnerung an Lula, die an diesem Tag eingeschläfert wurde und an alle Hunde in deutschen Tierheimen, die es nicht mehr schaffen werden oder geschafft haben, vor ihrem Tod ein neues Zuhause zu finden:

 

GELIEBTER MENSCH

Geliebter Mensch...wo warst du denn?

Ich habe so lange auf dich gewartet, aber du bist nicht gekommen. 
Niemand ist gekommen, um mich auch nur anzusehen. Eine unscheinbare, alte Hündin wie mich. Weder besonders schön, noch so aufgeschlossen, wie es sich die Tierheimbesucher meist wünschen.

So viele Jahre habe ich auf dich gewartet. Und ich hatte nur einen einzigen Wunsch: Dir zu zeigen, wie schön dein Leben ist, wenn du es durch meine Augen siehst.

Ich wäre immer für dich da gewesen, in guten und auch in schlechten Zeiten. In guten Zeiten wäre ich aufgeregt und schwanzwedelnd um dich herum gelaufen. In schlechten Zeiten hätte ich deine Tränen abgeleckt und meinen Kopf auf dein Bein gelegt, um dich zu trösten.

Geliebter Mensch...

ich hätte dir helfen können ein besserer Mensch zu werden, denn ich hätte dir gezeigt, was bedingungslose Liebe ist. Diese Form der Liebe kennen nur die Hunde. Menschen lieben sich selbst ja oft noch nicht einmal und wenn sie jemand anderem Liebe geben sollen, knüpfen sie das an Bedingungen. So sind sie halt. Ich hätte dich immer geliebt. IMMER. So, wie du bist, hätte ich dich über alles geliebt…in jeder Phase deines Lebens.

Ich hätte dir gezeigt, wie einfach es ist, zu vergeben und Verständnis zu haben. Außerdem hättest du durch mich gelernt, wie gut es sich anfühlt, Verantwortung zu übernehmen. Du hättest stark werden und über dich hinauswachsen können, denn auch in mageren Zeiten hättest du es geschafft, uns beide zu versorgen.

Ich hätte dir klar gemacht, wie anspruchslos ich bin. Eine alte Decke vor der Heizung deiner kleinen Wohnung hätte mir gereicht. Ich hätte kein teures Hundebett in einem Haus mit Garten haben müssen. Deine Zuneigung hätte mich überglücklich gemacht. Das wäre mehr als genug gewesen. Ich hätte jedes Futter gegessen und gerne auf teures Spielzeug verzichtet.

Geliebter Mensch...

gerne hätte ich auf dich gewartet, wenn du bei der Arbeit gewesen wärst. Auch acht Stunden lang. Im Tierheim muss ich ja auch den ganzen Tag und die ganze Nacht im Zwinger sein und warten. Auf irgendjemanden, der sich vielleicht in mich verliebt und mir ein Zuhause geben will. Endlose Stunden. Ich hätte mich so sehr gefreut, tagsüber in deiner Wohnung auf dich warten zu können und wäre vor Freude fast geplatzt, sobald ich deine Schritte im Treppenhaus gehört hätte. Deine Hände hätten meinen Kopf gestreichelt und du hättest mir ins Ohr geflüstert: „Hallo meine Süße! Schön, dass du da bist!“

Geliebter Mensch…

ich hätte dir so gerne gezeigt, wie wunderschön die Natur ist. Ich wäre mit dir im Wald spazieren gegangen. Du hättest viele verschiedene Laub- und Nadelbäume entdeckt, die du noch nie zuvor gesehen hast. Im Herbst die vielen Pilze und im Frühling die bunten, duftenden Blüten. Durch mich hättest du sehen können, wie faszinierend der Rauhreif morgens auf den Spinnenweben aussieht, die zwischen den Grashalmen im Licht der aufgehenden Sonne leuchten wie kleine Kunstwerke. Die Rehe im Wald, die Füchse, Eichhörnchen, Buntspechte und Käuze. Im Winter das Knirschen der Stiefel auf dem Schnee und bei Regen das Geräusch, wenn man gemeinsam durch eine riesige Pfütze läuft. Mit mir hättest du erleben können, wie es sich anfühlt, bei Sonnenuntergang am Wasser spazieren zu gehen oder im Naturschutzgebiet die Störche beim Nisten zu beobachten. Ich hätte gerne deinen Gesichtsausdruck gesehen, wenn du das erste Mal meinen Pfotenabdruck im nassen Sand gesehen hättest. Die Freude in deinem sonst so ersten Gesicht, wenn ich glücklich durch die Brandung gelaufen wäre…und immer wieder zurück in deine Arme.

Du hättest ein mutigerer Mensch werden können, denn wir wären morgens um fünf im Dunkeln durch den Stadtpark gelaufen. Aber du hättest keine Angst haben müssen, denn ich wäre an deiner Seite gewesen. Dem schlafenden Obdachlosen auf der Parkbank hättest du jeden Morgen einen Becher mit Kaffee und ein Butterbrot hingestellt und er wäre der Überzeugung gewesen, ein Engel hätte ihn besucht. Du hättest gespürt, dass es dir viel mehr Kraft gibt, dankbar zu sein für das, was du hast, als zu denken, alle anderen hätten mehr als du.

Du wärst ein gläubigerer Mensch geworden und hättest deine Angst vor dem Sterben verloren. Denn wenn ich eines Tages glücklich in deinen Armen eingeschlafen wäre, hättest du mich anschließend noch immer an deiner Seite gespürt und wärst dein Leben lang davon überzeugt gewesen, mich eines Tages auf der anderen Seite des Horizonts wieder in die Arme zu schließen.

Geliebter Mensch…

ich hätte dich zu einem klügeren Menschen machen können, denn durch mich hättest du begonnen, dich mit interessanten Themen auseinander zu setzen. Den kleinen Weihnachtsbonus deines Chefs hättest du nicht in irgendwelchen Unsinn eingetauscht, sondern in sinnvolle Dinge. Für dich hättest du gute Bücher gekauft und mir einen großen Kong und ganz viele Dosen mit gesundem Futter. Jeden Abend hättest du mir einen Kong mit eingefrorenem Futter zum Auslutschen gegeben und den ganzen Tag hindurch hätte ich mich wie wild darauf gefreut.

Du wärst geduldiger geworden und hättest dir verträumt die Wolken am Himmel angesehen, während ich viel zu lange an einer Stelle hätte schnüffeln wollen. Oder du hättest eine kleine Unterhaltung mit einem Rotkehlchen geführt.

Durch mich hättest du ein glücklicherer Mensch werden können. Ich hätte dir zu mehr Selbstsicherheit und Mitgefühl verholfen. Durch mich hättest du dich nie wieder einsam gefühlt. Ich hätte dich inspirieren können, hätte jeden Tag schöne Momente in dein eintöniges Leben gezaubert und dich zum Lachen gebracht. Morgens schon hätte ich dir einen zerkauten Socken zum Tausch gegen ein Stück von deinem Käsebrot angeboten und abends hätte ich mir eine Banane oder einen Joghurt mit dir geteilt und wir beide hätten um die Wette gestrahlt.

Geliebter Mensch…

ich weiß, dass du schon immer einen Hund haben wolltest. Ein Welpe sollte es sein. Und ich bin dir auch nicht böse, dass du einen billigen Welpen aus dem Internet gekauft hast, der kurze Zeit später schwer krank wurde und starb. Vielleicht wusstest du es nicht besser. Eigentlich bist du ein guter Mensch.
Und ich liebe dich noch immer wie verrückt, obwohl du einige Monate später von einer dubiosen Tierschutzorganisation einen Straßenhund aus Rumänien adoptiert hast, der voller Angst war und sich in den Straßen des rumänischen Dorfes viel wohler gefühlt hat, als in deiner kleinen Stadtwohnung. Schweren Herzens hast du ihn wieder zurückgegeben und willst nun keinen Hund mehr haben, weil es so weh tut.

Aber warum hast du mich denn nicht genommen? ICH warte doch auf dich!! Seit Jahren schon!! Ich bin schon da – man muss mich nicht erst produzieren und auch nicht einfangen. ICH bin hier und warte!!!

Geliebter Mensch…wo warst du denn?

Über fünf Jahre habe ich auf dich gewartet. Aber du bist nicht gekommen.
Jetzt bin ich alt und müde und kann nicht mehr warten. Hier im Tierheim kann sich niemand so gut um meine Leiden kümmern, wie du es hättest tun können. Niemand würde nachts mein Winseln hören und mich tröstend in den Arm nehmen. Deshalb darf ich nun über die Regenbogenbrücke gehen.

Ich wünsche mir, dass ich dir in meinem nächsten Leben begegnen darf. Vielleicht werden wir dann eine wunderschöne Zeit miteinander verbringen und du wirst all die schönen Dinge mit mir erleben, für die es nun zu spät ist. 
Darauf freue ich mich!!


Jetzt gehe ich schlafen…auf Wiedersehen, geliebter Mensch

 

 

© Susanne Orrù-Benterbusch